"Maybe Someday" - Colleen Hoover

"Eben habe ich ein Mädchen geschlagen, mitten ins Gesicht. Und zwar nicht einfach irgendein Mädchen, sondern meine beste Freundin. Meine Mitbewohnerin."

   - Colleen Hoover, "Maybe Someday" , S. 7

 

Verlag: dtv

Übersetzerin: Kattrin Stier

Ausführung: Taschenbuch; Deutsche Erstausgabe

ISBN: 978-3-423-74018-0

Preis: 12,95 [D]

                13,40 [A]

 

 © Cover- und Zitatrechte: dtv-Verlag

 

Die Handlung

Sidney  hatte gerade erst einen reifen Abgang hinterlegt: Ihre (ex-)beste Freundin hatte sie geschlagen. Ebenso ihren (Ex-)Freund. Aber das natürlich nicht grundlos. Denn die beiden hatten sie auf hinterhältige Art und Weise betrogen.

Und der nächste, auf den sie dann sauer wäre, wäre dann wohl Ridge. Der Typ, mit dem sie bereits seit einiger Zeit hin- und herschreibt per Whatsapp. Der Gitarrist von gegenüber. Denn dieser hatte sie einfach so per SMS in Kenntnis gesetzt, wer hier wen mit wem betrügt. AN IHREM GEBURTSTAG!

Aber dennoch - sie braucht eine neue Bleibe. Bei ihrer exbesten Freundin konnte sie ja jetzt nur noch erschwerlich wieder zurück angekrochen kommen. Und da Rigde sie aufnimmt, schlägt sie ihn eben nicht mitten ins Gesicht.

Sie muss noch nicht einmal für einen Teil der Miete aufkommen. Sidney soll ihm bloß beim Songwriten behilflich sein.

Und da Ridge eine Freundin hat und Sidney gerade erst frisch getrennt ist, haben sie beide nicht das Ziel, sich ineinander zu verlieben.

Doch je mehr sie auf Abstand gehen, desto stärker werden die Gefühle für den jeweils anderen.

Die Rezension

Ich denke jedem ist bekannt, wie genial jeder Roman von Colleen Hoover ist. Und ich würde auch gar nicht bezweifeln, dass mir da jeder zustimmen würde.

Laut meiner besten Freundin ist das hier ihr bestes Werk. Und nachdem ich es jetzt gelesen hatte, kaufte ich ihr jede der Lobpreisungen an ihren Schreibstil ab.

 

"Maybe Someday" ist der erste Roman, welchen ich von der Bestsellerautorin bisher gelesen hatte. Mit viel Witz, Farbe, Trauer und allen anderen erdenklichen Emotionen schreibt Hoover ein Buch, dass mich vollkommen aus der Fassung brachte. Nicht nur, dass ich plötzlich das Gefühl hatte, zu wissen, was in einem abläuft, wenn man per SMS erfährt, dass man von Freund und Freundin betrogen wurde. Nein, dieser Liebesroman scheint meine gesamte Weltanschauung mal wieder ins Wanken gebracht zu haben.

Nie wäre ich auf den Gedanken gekommen, mir die Welt eines tauben Menschen vorzustellen. Doch hierdurch tue ich das ständig; nachdem ich eine Arbeit in Mathe geschrieben habe, wenn ich abends gerade mein aktuelles Buch weg lege, wenn ich gerade per Whatsapp mit irgendwem schreibe. Es ist wirklich verrückt. Und ich hatte mir tatsächlich beim Lesen einer Szene Ohrstöpsel in die Ohren gesteckt, um die Gefühle Sidneys besser nachvollziehen zu können, als sie genau wie ich beim Lesen Ohrstöpsel trug. Und mir gingen genau die selben Gedanken durch den Kopf wie ihr: Wow. Ich höre meinen Herzschlag. Das war ein unglaublich überwältigendes Gefühl. Und ständig muss ich daran zurück denken. Hätte ich diesen Roman nicht gelesen, hätte ich diese Erfahrung vermutlich nicht gemacht. Oder jedenfalls nicht allzu bald. In der Regel bin ich nämlich durch und  durch eine Ohrstöpsel-Hasserin.

 

Ein weiterer Grund, dieses Buch zu lieben:

Die Protagonisten!

Ridge ist gehörlos und hat eine Freundin, die ebenfalls gehörlos ist. Er sorgt sich um jeden, hat eine unheimlich groß ausgeprägte Empathie und ist der hilsbereiteste Mensch, den man sich vorstellen könnte.

Und Sidney ist wundervoll natürlich in dem,was sie fühlt und was sie tut. Nebenei ist sie eine ungemein tolle Texterin...

 

Außerdem gibt es einen Soundtrack zum Buch, der dazu dienen soll, das Leseerlebnis zu verbessern. Ich hab jetzt bedingt durch fehlende Internetverbindung im Urlaub leider nicht beides in Kombination ausprobieren können. Aber ich habe nun per Youtube noch nachträglich die Songs gehört und ich finde sie wirklich schön. Vor allem, wenn ich "Maybe Someday" höre, fühle ich mich zurück in die Geschichte versetzt.

Das Fazit

Das Buch ist faszinierend und inspirierend, etwas Neues auszuprobieren und sich in die Welt eines Tauben zu versetzen (auch wenn man das vermutlich nicht wirklich möglich ist).

Außerdem ist der Soundtrack der Hammer.

Man kann also sagen, dass bedingt dadurch, dass sowohl Sundtrack, als auch Buch schon vorhanden sind, jetzt locker ein Filmproduzent vorbeischauen könnte und "Maybe Someday" verfilmen könnte. Aber - folgender Tipp an den Drehbuchautor - bitte verändere nicht zu viel! Das könnte dem Buch die Genialität rauben.

5/5 Sternen


Hier eine kleine Kostprobe zum Buchsoundtrack:

Buchtrailer

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