"Nächstes Jahr am selben Tag" - Colleen Hoover

Von LA nach New York -

und eine Liebe irgendwo dazwischen

 

Genre: Liebesroman

Verlag: dtv

Ausführung: Klappenbroschur

ISBN: 978-3-423-74025-8

Preis: 14,95 [D]

            15,40 [A]

© Cover- und Zitatrechte: dtv

Die Handlung

Ben und Fallon treffen sich das erste Mal in ihrem Leben, als Fallon sich mitten in einem Konflikt mit ihrem sturen Vater befindet. Nachdem Ben ihren Vater vertrieben hat entwickelt sich daraus ein wunderschöner Abend voller Lachen und Liebe - und den Konflikten über gute Romane und Insta-Love.

Doch noch am selben Abend muss Fallon in den Flieger nach New York steigen, um sich ihre Träume erfüllen zu können. Und sie vereinbaren, sich ab diesem Tag jedes Jahr für fünf Jahre lang am 9. November wieder zu treffen.

Doch dann geschieht etwas, dass diese besondere Beziehung auseinander reißen lässt.

Die Rezension

Was tut man, wenn man erfährt, dass ein neues Colleen-Hoover-Buch auf Deutsch erscheint? Ganz klar. Man bestellt es sich sogleich vor.

Das hab auch ich getan. Samstags kam es an und  Samstags hab ich es auch ganz brav durchgelesen. Direkt.

Natürlich lief es auch hier so, wie bei allen anderen Büchern der Bestseller-Autorin: Ich konnte mich nicht mehr eher losreißen, bevor ich es durchgelesen hatte. Und als ich es dann durchgelesen hatte, tigerte ich unruhig durch das ganze Haus, wie ich es nur dann tue, wenn mir ein Roman so richtig gut gefallen hat und ich mir noch mindestens 300 Seiten zusätzlich wünsche, um weiter lesen zu können. Dann überkommt mich erstmal immer das Gefühl, nicht mehr zu wissen, was ich als nächstes tun sollte.

Nämlich haben mich die Charaktere mal wieder umgehauen. Fallon ist ein Mädchen, welches früher zwar mal ein recht ausgeprägtes Selbstbewusstsein hatte, doch sie würde sich heute am allerliebsten der Öffentlichkeit entziehen. Das liegt daran, dass sie mit sechzehn Jahren vollkommen entstellt wurde durch einen Brand, der sie beinahe das Leben gekostet hatte. Eine komplette Gesichtshälfte überzogen von hässlichen Brandnaben, die ihrem Hals folgen und ihre Brust weiter überziehen.

Ben wiederum ist ein Witzbold erster Klasse. Wie auch in den anderen Büchern beweist Hoover meiner Meinung nach mal wieder in ihrem männlichen Hauptcharakter einen bewundernswerten Humor. Ben scheut sich nicht davor, einen Witz über die Farbe ihrer Unterwäsche zu machen, den er dann im Laufe der Wiedertreffen schier jedes mal wiederholt. Klar, die Art von Humor mag für jemanden, der das Buch nicht gelesen hat, möglicherweise abstoßend klingen, aber das ist es nicht wenn man es liest. Ganz und gar nicht. Denn es wird wirklich korrekt ausgedrückt. 

Und nicht nur der humorvolle Charakter des Buchs hat mich mal wieder umso mehr umgehauen, nein, auch einfach der komplette Schreibstil an sich. Wow. Wow. Wow. Es gibt Autoren, bei denen stört mich, dass sie immerzu alles lediglich oberflächlich anpacken, dann gibt es Autoren, die eine ganze Seite lang ein bestimmtes Detail ausführen... Und dann gibt es noch die Autoren, die den perfekten Grad dazwischen haben - nicht zu viel und nicht zu wenig. Colleen Hoover ist eine dieser Autorinnen. Wow.

Das Cover hat mich diesmal weniger umgehauen; es war mir ein wenig zu rosig im Vergleich zum Inhalt. Das wollte einfach nicht so recht zueinander passen. Es sah einfach zu besonnen, glücklich und hoffnungsvoll aus - passte also ganz und gar nicht zum Inhalt. Bekanntermaßen sind die Bücher der Bestsellerautorin doch immer recht dramatisch - und nicht voller Sonnenschein, wie das Cover ja nun wirklich signalisiert.

Ich muss allerdings sagen, dass es mir diesmal etwas zu dramatisch war. (Kann wohl leider nicht alles perfekt sein.) Klar, am Ende ergeben diese Parallelen, die sich zu schneiden scheinen doch plötzlich wieder einen Sinn. Aber erst am Ende. Gut, klar soll ein Problem am besten wohl immer gegen Ende gelöst werden, damit es bis zum Ende spannend bleibt, aber.... Es war echt eine ziemlich, ziemlich krasse Story. Das war etwas dick aufgetragen und unrealistisch.

Das Fazit

Von der Handlung war ich etwas enttäuscht, aber der Schreibstil war natürlich mal wieder erstklassig und wenigstens war die Handlung noch nicht hundertmal durchgekaut. :)

Ich muss auch an dieser Stelle nochmal betonen, wie sehr mich die Charaktere doch umgehauen haben. Uff, ich glaube ich hab mich ein bisschen in Ben verknallt. :D

4/5 Sternen


Colleen Hoover - Die Autorin

Es ist einfach nicht zu fassen, wie Hoovers erster Roman bekannt wurde...

Bloß als Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter war "Weil ich Layken liebe" gedacht und wurde dann ein Weltbestseller. Bücher werden verfilmt, Fans rasten schier aus bei einem neuen Roman der Autorin,... Ihr Erfolg scheint geradezu unwirklich.


Hoffen wir mal, dass noch viele weitere Top-Bücher folgen werden. :)


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