"Morgen lieb ich dich für immer" - Jennifer L. Armentrout

Genre: Romantik 

 "Wir waren wie Yin und Yan, schon immer. Meine Feigheit gegen seinen Mut. Seine Stärke gegen meine Schwäche."

      ~S.33

Verlag: cbt

Ausführung: E-Pub

ISBN: 978-3-641-20002-2

Preis: 9,99€ [D]

 

 

© Cover- und Zitatrechte: cbt

Die Handlung

"Hier und doch nicht hier. Existieren, aber nicht leben. Ich kannte dieses Gefühl sehr gut. Hatte es viele Jahre lang erlebt.  An manchen Tagen fühlte es sich an, als würde dieses Gefühl immer noch auf mir liegen wie ein schwerer und zu fest zugeknöpfter Mantel."

~S.153 aus "Morgen lieb ich dich für immer"

Maus und Kämpfer; Kämpfer und Maus.

Keiner der beiden scheint je über die gemeinsame Vergangenheit hinweggekommen zu sein - oder über die altbekannten Verhaltensmaschen.

Maus - oder wie sie wirklich heißt: Mallory - scheint ihre Stimme noch nicht recht gefunden zu haben... versucht es aber dennoch nach allen Regeln der Kunst, endlich über diese Verhaltensstörung hinweg zu kommen.

Und Rider kann es nicht unterbinden, jeden, der seinen Weg kreuzt, beschützen zu müssen.

Die beiden haben sich nach einer schrecklichen Nacht bei den früheren gemeinsamen Pflegeeltern nicht mehr gesehen. Doch plötzlich laufen die beiden sich wieder in die Arme und die frühere Verbindung, die zwischen den beiden stand, wird neu aufgeflammt.
Aber auch alte Gefühle, die Mallory doch immer unter Verschluss halten wollte, werden ans Tageslicht gebracht.

Die Rezension

Klar wollte ich unbedingt das neue Buch einer meiner Lieblingsautorinnen ergattern. Auch, wenn mich ihr letztes - Frigid - nicht gerade umgehauen - ja, wenn nicht sogar enttäuscht - hatte. Aber bei diesem Roman sollte es mir anders ergehen.

Mallory, die eine Leidenschaft für Dystopien besitzt, musste ich einfach ganz fest in meinem Herzen einschließen. Es ist wirklich nicht zu fassen, was sie und Rider alles zusammen durchstehen mussten - und das, obwohl sie noch so klein waren, dass die beiden sich gar nicht recht zur Wehr setzen konnten. Diese Geschichte hat die Autorin in Abschnitten immer wieder in die eigentliche Geschichte eingebettet, sodass es gemeinsam mit der Gegenwart einem geradezu das Herz rausreißen wollte. Wow, es war wirklich mitreißend und traurig. Diese Erfahrungen standen unter dem Motto "Sei ganz still." (S.10).

Kein Wunder also, dass die Jugendliche nun eine posttraumatische Belastungsstörung mit sich trägt. Und diese versucht sie dann innerhalb der Geschichte nach allen Mitteln zu überwinden. Auch der Weg, den Mallory dabei einschlagen muss, wird von der Autorin wundervoll umschrieben. Dabei stehen ihr dann gewisse Hindernisse im Weg, wie reden zu müssen, was ihr wirklich überhaupt nicht leicht fällt, aber dann auch noch im Rhetorikunterricht vor der ganzen Klasse. Das ist doch kaum durchzustehen. Immerhin befindet sich das Mädchen erst am Beginn einer langen Reise...

Bei der Rider ihr womöglich helfen könnte. An dieser Stelle muss ich allerdings sagen, dass der Junge noch ausbaufähig wäre. Klar, es war ungemein süß, wie er sich um seine Maus  gekümmert und sie beschützt hatte. Jedoch empfand ich den Charakter beim Lesen irgendwie als unfertig. Er hat mich einfach nicht umgehauen. Auf der einen Seite hatte er einiges gemein mit den Männern aus ihren anderen Büchern... Auf der anderen Seite allerdings verhielt er sich auch allzu oft wie das komplette Gegenteil derer. Und die Schwelle zwischen den beiden Charakterzügen, über die Rider verfügt, hat Jennifer L. Armentrout zwar fast überschritten, es jedoch nicht gänzlich geschafft. Folglich wirkt er irgendwie nicht richtig und vollkommen. Das war der Autorin leider auch nicht zum ersten Mal bei dem Mann der Geschichte passiert, aber so schlimm wie bei Rider war mir das zuvor nicht aufgefallen.

Der Schreibstil Armentrouts ist wie immer äußerst angenehm zu lesen und auch alles rundherum - Cover, Klappentext, Nebencharaktere - ist schlicht und ergreifend einfach nur stimmig.

Darüber hinaus hat mich ein weiterer Punkt der Geschichte besonders berührt. Und zwar das Schicksal Mallorys bester Freundin. Wobei ich dazu noch nichts weiter sagen möchte, um nicht zu spoilern. Jedoch war es auf jeden Fall etwas, was mich an der Geschichte besonders umgehauen hat. Ebenso auch wie Ryders neuer kleiner Bruder. Wumm. Der war echt toll und war für mich eine wichtige Person in dem Roman.

Das Fazit

Dieses Buch ist mal wieder ein Renner - jedoch mit dem Abstrich, dass mich Ryders Charakter etwas gestört hat. Besonders gelungen aber waren die Nebenhandlungen von bester Freundin und Bruder, die mich fast noch mehr berührten, als die eigentliche Handlung selbst. Auch wenn diese bereits sehr traurig und mitreißend war.

4/5 Sternen


Jennifer L. Armentrout - Die Autorin

Einige ihrer Bücher landeten bereits auf der New York Times Bestsellerliste und ihre Werke wie die Lux-Reihe feiern Menschen aus verschiedensten Ländern. 

Hier zwei Rezensionen zu anderen Werken von ihr:

"Onyx - Schattenschimmer" - Jennifer L. Armentrout

"frigid" - Jennifer L. Armentrout



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