"Keine Ahnung, ob das Liebe ist" - Julia Engelmann

Genre: Poesie

Verlag: Goldmann

Erscheinungsdatum: 14.09.2018

Ausführung: Klappenbroschur

Seitenanzahl: 153

ISBN: 978-3-442-48854-4

Preis: 8,00€[D]; 8,30€[A]

 

©Cover- und Zitatrechte: Goldmann, Randomhouse Verlagsgruppe



Inhalt

 „Unterm Gesichtspunkt der Ewigkeit

sind wir beide ziemlich klein.

Aber guckt man nur auf Lebenszeit,

könnten wir nicht größer sein.“

~S.29

In Julia Engelmanns bisher viertem Gedichtband schreibt die Dichterin von der Liebe – zu sich selbst, der romantischen Liebe, oder ihren Eltern gegenüber.


Meine Meinung

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich innerhalb des letzten Jahres zu einem großen Fan von Julia Engelmann und ihrer Poesie entwickelt habe.

Dementsprechend hochgesteckt sind etwaige Erwartungen, aber ich wurde nicht

enttäuscht. Julia Engelmann schreibt mal wieder auf unendlich gefühlsvoller Basis vom Erwachsenwerden, dem Lieben und Leben. Ich persönlich kann mich mit der Bedeutung hinter all den wunderschönen Worten auch sehr gut identifizieren.

Es kommt mir vor, als wären die Worte, die Julia Engelmann da verfasst, eine Art poetisches Sprachrohr meines Herzens, vielleicht sogar unserer gesamten Generation Z und der Generation davor, vielleicht ist es ja aber im Endeffekt so, dass sich jeder jeden Alters hiermit identifizieren könnte.

Die rhetorischen Mittel, derer sie sich bedient, sind meist besondere Metaphern, die schlichtweg passend sind. Ich wüsste nicht, was ich Schlechtes über diese Gedichte sagen könnte. Vermutlich gibt es da wohl auch nichts.

Ich kann einem jeden hier wirklich nur ans Herz legen, „Keine Ahnung, ob das Liebe ist“ so schnell, wie irgend möglich zu lesen.

Julia Engelmann begeistert mich mit ihrer besonderen Sprache, Melodie und Gefühlswahrhaftigkeit.


Wirklich tolle Zitate...

 „Ich wollte erwachsen sein, hab es versucht,

doch das Ende der Jugend ist Anfang genug,

ich guck allen anderen beim Aufwachsen zu,

sie gucken zurück, aber keiner wie du…

 

…blickst hinter meine Fassaden“

~S.11

 

„Jetzt sitz ich inmitten zerbrochener Kulissen,

und kann es nicht besser, als dich zu vermissen.

Frag mich, wo gehöre ich hin?

Erinnere, warum ich so unsicher bin,

verzeihe mir alles im Stillen und denk:

Ich wird mich jetzt lieben, obwohl ich mich kenn.“

~S.71

 

„Ich hab immer geglaubt, oh, das Glück fliegt mir zu!

Aber rückwärts geschaut, warst dieses Glück immer du!

Du warst all die Zeit dieser Anker für mich,

ich will nur, dass du weißt, ich bin dankbar für dich.“

~S.130


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